Kunststofffenster Kosten & Preise – was Sie wirklich bezahlen

Was kosten Kunststofffenster wirklich?

Kunststofffenster kosten in der Praxis meist zwischen 500 und 1.200 Euro pro Fenster inklusive Einbau.
Der genaue Preis hängt stark von Größe, Verglasung, Ausstattung und Montagesituation ab. Sehr einfache Standardfenster beginnen bei etwa 400–500 Euro, während hochwertige Kunststofffenster mit 3-fach-Verglasung, Sicherheitsbeschlägen und aufwendigem Einbau 1.200 Euro oder mehr kosten können.

Warum sind die Preisunterschiede so groß? Weil Kunststofffenster kein Massenprodukt, sondern immer eine individuelle Maßanfertigung sind. Schon kleine Unterschiede bei Fenstermaßen, Wärmeschutz oder Einbausituation wirken sich spürbar auf den Endpreis aus. Pauschalpreise aus dem Internet sind daher oft irreführend und lassen wichtige Kostenfaktoren außen vor.

Im nächsten Schritt zeigen wir Ihnen transparent und nachvollziehbar, welche Faktoren den Preis von Kunststofffenstern tatsächlich beeinflussen – und wo sich Einsparungen lohnen und wo nicht.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Preis von Kunststofffenstern?

Fenstergröße und Maße

Je größer das Fenster, desto höher der Material- und Fertigungsaufwand. Sondermaße oder bodentiefe Elemente sind deutlich teurer als klassische Standardformate.

Verglasung: 2-fach oder 3-fach

2-fach-Verglasung ist günstiger und ausreichend für viele Bestandsgebäude.
3-fach-Verglasung bietet bessere Wärmedämmung, ist aber spürbar teurer und lohnt sich vor allem bei energetischen Sanierungen oder Neubauten.

Profilqualität und Material

Nicht jedes Kunststoffprofil ist gleich. Mehrkammerprofile, Stahlverstärkungen und hochwertige Dichtungen erhöhen Stabilität, Lebensdauer und Preis.

Sicherheitsausstattung und Beschläge

Einbruchhemmende Beschläge, Pilzkopfverriegelungen oder abschließbare Griffe steigern die Sicherheit – und den Preis. Hier lohnt sich eine gezielte Auswahl statt pauschaler Vollausstattung.

Einbau- und Montagekosten

Der fachgerechte Einbau ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Alte Fenster auszubauen, Entsorgung, Anpassungen am Mauerwerk oder schwierige Einbausituationen wirken sich direkt auf den Gesamtpreis aus.

Entscheidend ist am Ende nicht der günstigste Einzelpreis, sondern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihre konkrete Wohnsituation.

 

 

Mehr zur Entscheidungshilfe bei der Wahl von Kunststofffenstern finden Sie in unserem Artikel über die Vorteile und Nachteile von Kunststofffenstern.

 

Kunststofffenster Kosten: Wann wird ein Austausch wirtschaftlich sinnvoll?

Auch wenn Kunststofffenster eine lange Lebensdauer haben, entstehen mit zunehmendem Alter oft versteckte Folgekosten.

In vielen Fällen ist ein Austausch nicht nur eine Komfort-, sondern vor allem eine wirtschaftliche Entscheidung.

Diese Anzeichen zeigen, wann alte Kunststofffenster unnötig Geld kosten.

 

  Schlechte Dämmwerte erhöhen langfristig die Kosten

Unzureichend gedämmte Fenster führen zu höheren Wärmeverlusten. Die Folge sind dauerhaft steigende Heizkosten, die den zunächst günstigen Fensterpreis im Laufe der Jahre deutlich relativieren.

Energieverluste wirken sich direkt auf Ihre Heizkosten aus

Alte oder einfach verglaste Kunststofffenster lassen deutlich mehr Wärme entweichen. Moderne Fenster mit besseren Uw-Werten senken den Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten spürbar.

 Reparaturen und Wartung treiben den Gesamtpreis

Häufige Reparaturen an Beschlägen, Dichtungen oder Griffen verursachen laufende Kosten. Ab einem gewissen Punkt ist ein Austausch wirtschaftlicher als die fortlaufende Instandhaltung alter Fenster.

 

Kunststofffenster Kosten im laufenden Betrieb: Diese Ausgaben sollten Sie einplanen

Neben dem Anschaffungspreis entstehen bei Kunststofffenstern auch laufende Kosten. Diese hängen stark vom Alter, Zustand und der Ausstattung der Fenster ab.

  • Wartung und kleinere Reparaturen: z. B. Austausch von Dichtungen oder Nachjustieren der Beschläge
  • Energieverluste durch veraltete Verglasung: höhere Heizkosten bei älteren Fenstern

  • Folgekosten bei Undichtigkeiten: Feuchtigkeitsschäden oder Schimmelbildung

  • Steigende Reparaturkosten: je älter das Fenster, desto häufiger und teurer werden Instandsetzungen

 

Kostenunterschiede bei Kunststofffenstern je nach Baujahr

Kunststofffenster aus den 80er-Jahren

Fenster aus den 80er-Jahren verursachen heute häufig hohe Folgekosten. Schwache Wärmedämmung, veraltete Profile und undichte Dichtungen führen zu spürbar höheren Heizkosten. Reparaturen sind zwar möglich, rechnen sich wirtschaftlich aber oft nicht mehr.

Kunststofffenster aus den 90er-Jahren

Diese Fenster sind energetisch etwas besser, verursachen jedoch häufig schleichende Mehrkosten. Gerade 2-fach-Verglasungen und ältere Beschläge können den Energieverbrauch erhöhen. Oft stellt sich die Frage, ob weitere Reparaturen günstiger sind als ein Austausch.

Kunststofffenster ab dem Jahr 2000

Fenster ab 2000 sind technisch deutlich besser aufgestellt. Die laufenden Kosten bleiben meist überschaubar. Ein Austausch lohnt sich hier vor allem dann, wenn Energieeinsparung, Förderungen oder Komfortgewinne im Vordergrund stehen.

 

Kunststofffenster Kosten im Überblick: Wer trägt welche Ausgaben?

Bei Kunststofffenstern stellt sich häufig die Frage, welche Kosten entstehen – und wer sie trägt.

Besonders bei Eigentum, Vermietung oder Sanierung lohnt sich ein klarer Blick auf die Kostenverteilung:

  • Anschaffungskosten: Fenster, Verglasung und Ausstattung bestimmen den Grundpreis.

  • Einbaukosten: Montage, Ausbau alter Fenster und Entsorgung sind wesentliche Preisfaktoren.

  • Folgekosten: Schlechte Dämmung oder alte Fenster erhöhen langfristig Heiz- und Energiekosten.

  • Modernisierung: Neue Kunststofffenster können laufende Kosten deutlich senken und den Immobilienwert steigern.

Kunststoff, Holz oder Aluminium – Kostenvergleich der Fensterarten

FensterartFensterart | Typische Kosten (inkl. Einbau)
Kunststoffca. 500–900 € pro Fenster
Holzca. 800–1.300 € pro Fenster
Aluminiumca. 1.000–1.600 € pro Fenster

Tipp: Kunststofffenster bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Holzfenster sind teurer und pflegeintensiver, Aluminiumfenster langlebig, aber kostenintensiv.

Für die meisten Haushalte sind Kunststofffenster die wirtschaftlich sinnvollste Lösung.

 

Wann lohnen sich neue Kunststofffenster aus Kostensicht?

Auch wenn Ihre Fenster rein technisch noch „halten“ – irgendwann lohnt sich ein Austausch einfach mehr. Nämlich dann, wenn:

  • die Heizkosten dauerhaft steigen

  • die Wärmedämmung nicht mehr dem heutigen Standard entspricht

  • Reparaturen häufiger und teurer werden

  • neue Fenster langfristig Energiekosten senken

  • staatliche Förderungen oder Zuschüsse genutzt werden können

 

Häufige Fragen zu Kosten und Preisen von Kunststofffenstern

Wovon hängen die Kosten für Kunststofffenster ab?

Die Kosten für Kunststofffenster hängen vor allem von Größe, Verglasung, Ausstattung und Einbausituation ab. Auch regionale Montagepreise und Sonderwünsche wie Sicherheitsbeschläge oder Schallschutz beeinflussen den Endpreis deutlich.

Was kosten Kunststofffenster durchschnittlich?

Als grober Richtwert liegen die Kosten für Kunststofffenster inklusive Einbau meist zwischen 500 und 900 Euro pro Fenster.

Einfachere Standardfenster sind günstiger, hochwertige Ausführungen mit 3-fach-Verglasung entsprechend teurer.

Wie setzen sich die Gesamtkosten zusammen?

Die Gesamtkosten bestehen nicht nur aus dem Fensterpreis selbst, sondern auch aus Montage, Ausbau alter Fenster, Entsorgung sowie eventuellen Anpassungen am Mauerwerk. Der Einbau macht dabei oft 20–40 % der Gesamtkosten aus.

Lohnt sich der höhere Preis für bessere Ausstattung?

Hochwertige Verglasung, bessere Dämmwerte und Sicherheitsausstattung erhöhen zwar den Anschaffungspreis, senken jedoch langfristig Heizkosten und Reparaturaufwand. In vielen Fällen rechnet sich die Investition bereits nach wenigen Jahren.